Podcast
Weniger Westen: Wie bleibt Europa relevant, Daniel Marwecki?
Turning South, Episode 2
Turning South: Weniger Westen: Wie bleibt Europa relevant, Daniel Marwecki?
15. Juni 2026
Berlin
Was bleibt von Europa, wenn die Welt sich neu ordnet?
In der zweiten Episode von Turning South spricht Journalistin Tina Gerhäusser mit dem Politikwissenschaftler Daniel Marwecki über die großen Machtverschiebungen des 21. Jahrhunderts. Seine These: Die Zeit westlicher Dominanz geht zu Ende. Neue Machtzentren entstehen. Europa müsse lernen, mit diesem relativen Bedeutungsverlust umzugehen und seinen Platz in einer multipolaren Welt neu zu definieren.
Über diese Fragen kann man nicht nur in Berlin reden. Deshalb kommen führende Stimmen aus afrikanischen Ländern zu Wort und setzen die Themen: Reicht Europas Angebot an Partnerschaft, wenn andere Akteure mit Investitionen und Infrastrukturprojekten auftreten? Und würde eine Reform des UN-Sicherheitsrats die globale Zusammenarbeit stärken oder eines der letzten handlungsfähigen internationalen Foren schwächen?
Daniel Marwecki antwortet und skizziert, wie Europa in einer Welt bestehen kann, die nicht länger vom Westen geprägt wird.
Turning South ist der Podcast von Global Perspectives – für alle, die verstehen wollen, wie sich die internationale Ordnung verändert und welche Rolle die Beziehungen zu den Ländern des Globalen Südens dabei spielen. Denn Fragen von Wirtschaft, Rohstoffen, Fachkräften, Gesundheit, Digitalisierung und Klimaschutz lassen sich künftig nur gemeinsam beantworten.
- Jeder vierte Mensch wird bis 2050 auf dem afrikanischen Kontinent leben (UN DESA)
- 12 der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegen dort (Table Media, Germany Trade & Invest)
- Altersdurchschnitt auf dem Kontinent: 19 Jahre (UN DESA)
- China für rund 120 Länder der größte Handelspartner (Germany Trade & Invest)
- Ca. 30% der globalen Industrieproduktion entfallen auf China (Wirtschaftskammer Österreich)
- Über 40% der Weltbevölkerung leben mit knapp 7 US-Dollar pro Tag (Weltbank)
- Rund 1,2 Milliarden Menschen weltweit leben in informellen Siedlungen (Frankfurter Rundschau)
- Der unteren Hälfte der Weltbevölkerung gehören 1-2 % der globalen Vermögen (World Inequality Lab)
Contact Persons
Corinna Robertz, c.robertz@globalperspectives.org
Turning South
Bis 2050 lebt jeder vierte Mensch in Afrika. 12 der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften der Welt liegen dort. China und Russland konkurrieren bereits um Einfluss. Was folgt daraus für Deutschland? Journalistin Tina Gerhäusser spricht mit Entscheidungsträger:innen, Ökonom:innen und Aktivist:innen aus Deutschland, Europa und dem Globalen Süden - über Macht, Wandel und die Gewissheiten, die wir loslassen müssen.
Programmarchiv
Gesundheitssicherheit in Europa und Afrika ist eng verknüpft. Im Fokus des zehnten The Africa Roundtable standen lokale Produktion, Chancengleichheit, Biotechnologie, Forschung und Innovation.
Klimapolitik ist Sicherheitspolitik. Wir diskutierten, wie Europa zusammen mit Ländern des Globalen Südens konkrete und für beide Seiten vorteilhafte Maßnahmen umsetzen kann.
Beim Auftakt der Allianz für integrierte Sicherheit wurden aktuelle geopolitische Herausforderungen diskutiert und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Deutschland und dem Globalen Süden aufgezeigt.
Zunehmende globale Konflikte und Unsicherheit führen dazu, dass Europa und Deutschland mehr Eigenverantwortung übernehmen und Sicherheit umfassender denken müssen.
Annegret Kramp-Karrenbauer über Selbst- und Fremdbild, über eine Welt im Umbruch – und darüber, was es kostet, Prinzipien zu halten, aber nicht zu handeln.
Europas Zugang zu kritischen Rohstoffen in Afrika hängt entscheidend vom stärkeren Engagement des Privatsektors ab. Bestehende Handlungsempfehlungen wurden weiterentwickelt.
In Zeiten knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen können multilaterale Institutionen eine Hebelwirkung entfalten und dazu beitragen, vorhandene Entwicklungsgelder wirksamer einzusetzen.
Finanzielle Kürzungen setzen die Gesundheitssysteme auf dem afrikanischen Kontinent unter Druck. Die Zusammenarbeit mit Deutschland und Europa kann die Gesundheitsversorgung langfristig stärken.
Die Publikation beleuchtet die Folgen der Kürzungen in der reproduktiven Gesundheit, zeigt praxisnahe Finanzierungs- und Versorgungsoptionen auf und bietet Leitlinien für Entscheidungsträger:innen.

















