Konferenz
The Africa Roundtable N°10
Building Shared Health Security: An Investment Agenda for Africa and Europe
Konferenz: The Africa Roundtable N°10
10. Juni 2026
Humboldt Forum, Berlin
Krankheiten halten sich nicht an Grenzen. Das hat die Covid-19-Pandemie deutlich gezeigt. Auch Lieferengpässe bei Medikamenten und resistente Erreger betreffen viele Länder gleichzeitig. Deshalb hängt die Gesundheitssicherheit in Europa und Afrika eng zusammen. Als direkter Nachbar und einer der wichtigsten Handelspartner Afrikas hat Europa ein großes Interesse an starken Gesundheitssystemen auf beiden Kontinenten.
Stärkere Gesundheitssysteme in Afrika bedeuten stabilere Volkswirtschaften, resilientere Lieferketten und belastbarere Partnerschaften – für europäische Institutionen und Unternehmen gleichermaßen. Auf dem afrikanischen Kontinent entstehen dafür zunehmend neue Lösungen: Start-ups entwickeln KI-gestützte Diagnoseverfahren, Plattformen für Medikamentenversorgung und sogenannte Biosimilars. Das sind Nachahmerprodukte biologischer Medikamente, die oft günstiger und leichter verfügbar sind.
Gleichzeitig verändert sich die internationale Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich. Der Rückzug der USA aus Teilen der globalen Gesundheitsfinanzierung schafft neue Herausforderungen – eröffnet Europa aber auch neue Gestaltungsspielräume.

The Africa Roundtable: "Building Shared Health Security: An Investment Agenda for Africa and Europe"
Wie Europa und Afrika ihre Gesundheitssysteme gemeinsam stärken können, war das Thema der zehnten Ausgabe des The Africa Roundtable. Dort diskutierten Vertreter:innen aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Zivilgesellschaft über konkrete Ansätze für eine engere Zusammenarbeit.
Im Mittelpunkt standen Investitionen in die lokale Produktion von Medikamenten, in gesundheitliche Chancengleichheit, in Biotechnologie sowie in Forschung und Innovation. Zwei Wissenspartner lieferten dafür die Grundlagen: das African Population and Health Research Centre (APHRC) und das European Centre for Development Policy Management (ECDPM). Ihre Analysen zeigen konkret, wo engere Zusammenarbeit möglich ist – bei Forschung, Datenaustausch und Technologietransfer – und welche Voraussetzungen dafür nötig sind.
Ausgewählte Sprecher:innen
Programm
Contact Persons
Stephanie Igunbor, s.igunbor@globalperspectives.org
Konferenz
Bei diesem größer angelegten Format bekommen Erfahrungen und Expertise eine Bühne. In enger Kooperation mit unseren Partnerorganisationen bringen wir so vielen Menschen zu einem gemeinsamen Thema zusammen.
Programmarchiv
Politikwissenschaftler Daniel Marwecki über neue Machtzentren, Chinas Position und den notwendigen Zweckoptimismus in Deutschland.
Klimapolitik ist Sicherheitspolitik. Wir diskutierten, wie Europa zusammen mit Ländern des Globalen Südens konkrete und für beide Seiten vorteilhafte Maßnahmen umsetzen kann.
Beim Auftakt der Allianz für integrierte Sicherheit wurden aktuelle geopolitische Herausforderungen diskutiert und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Deutschland und dem Globalen Süden aufgezeigt.
Zunehmende globale Konflikte und Unsicherheit führen dazu, dass Europa und Deutschland mehr Eigenverantwortung übernehmen und Sicherheit umfassender denken müssen.
Annegret Kramp-Karrenbauer über Selbst- und Fremdbild, über eine Welt im Umbruch – und darüber, was es kostet, Prinzipien zu halten, aber nicht zu handeln.
Europas Zugang zu kritischen Rohstoffen in Afrika hängt entscheidend vom stärkeren Engagement des Privatsektors ab. Bestehende Handlungsempfehlungen wurden weiterentwickelt.
In Zeiten knapper Ressourcen und geopolitischer Spannungen können multilaterale Institutionen eine Hebelwirkung entfalten und dazu beitragen, vorhandene Entwicklungsgelder wirksamer einzusetzen.
Finanzielle Kürzungen setzen die Gesundheitssysteme auf dem afrikanischen Kontinent unter Druck. Die Zusammenarbeit mit Deutschland und Europa kann die Gesundheitsversorgung langfristig stärken.
Die Publikation beleuchtet die Folgen der Kürzungen in der reproduktiven Gesundheit, zeigt praxisnahe Finanzierungs- und Versorgungsoptionen auf und bietet Leitlinien für Entscheidungsträger:innen.






















